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Bundeswaldinventur

Wie viel Wald gibt es in Deutschland, wie sieht er aus und welche Entwicklung nimmt er? Ist unser Wald auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet? Wie viel Holz wird genutzt und wächst genügend nach? Wie entwickelt er sich als für den Klimaschutz wichtiger Kohlenstoffspeicher? Antworten auf solche Fragen lieferten im Oktober 2014 die Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur.

Für die dritte Bundeswaldinventur haben 60 Inventurtrupps in ganz Deutschland rund 420.000 Bäume an etwa 60.000 Stichprobenpunkten vermessen und viele weitere Gelände-, Bestandes- und Baummerkmale erfasst. Foto: Christina Waitkus

Die Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur helfen, zentrale Fragen der Wald-, Umwelt-, Energie- und Agrarpolitik zu beantworten. Auch die Holzwirtschaft und der Naturschutz benötigen für ihre Arbeit belastbare Informationen über den Wald. Die Bundeswaldinventur gibt einen Überblick über den Zustand und die Entwicklung des deutschen Waldes – von der biologischen Vielfalt über die verfügbare Holzmenge bis hin zur Speicherung von Kohlenstoff in Waldbäumen. Experten der Länder und Wissenschaftler des Thünen-Instituts für Waldökosysteme erheben mittels einer Stichprobe und statistischen Verfahren Daten über die Waldfläche, Baumartenanteile, Nutzung, Zuwachs und viele weitere Merkmale. Für die dritte Bundeswaldinventur haben 60 Inventurtrupps in ganz Deutschland rund 420.000 Bäume an 60.000 Stichprobenpunkten vermessen.

Die Inventur im Wald wird alle zehn Jahre wiederholt. Denn erst durch das erneute Vermessen der Bäume erkennen Forstexperten, wie sich der Wald verändert. Zum einen erfassen sie die Dynamik des Ökosystems, die durch das natürliche Baumwachstum, Stürme, Trockenheit, die Holznutzung und die Inanspruchnahme von Wald für Siedlung, Verkehr und Gewerbe hervorgerufen wurden. Zum anderen lässt sich in einer Langzeitbeobachtung feststellen, wie sich die Wald- und die Naturschutzpolitik auf den Wald auswirken. Außerdem sind die Daten der Bundeswaldinventur Bestandteil internationaler Berichte, wie sie etwa das Kyoto-Protokoll fordern.

Nicht zuletzt helfen die Daten dabei, künftige Entwicklungen im Wald vorauszudenken. Wissenschaftler schätzen auf ihrer Basis mit einer modellgestützten Simulation ab, wie sich der Wald und das nachhaltig nutzbare Holzaufkommen in den nächsten vierzig Jahren entwickeln werden.

Die erste Bundeswaldinventur fand 1987 statt, die zweite Bundeswaldinventur 2002. Die Erhebungen zur dritten Bundeswaldinventur wurden 2012 abgeschlossen und anschließend ausgewertet. Am 8. Oktober 2014 präsentierte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die Ergebnisse der dritte Bundeswaldinventur in Berlin.

Mehr über die Ergebnisse, Methode und Schlussfolgerungen erfahren Sie unter:

www.bundeswaldinventur.de

Die Waldverteilung in Deutschland

Ein Drittel der Landesfläche Deutschlands ist bewaldet. Das sind 11,4 Millionen Hektar. Die Verantwortung für den Wald verteilt sich auf viele Schultern. Die Hälfte des deutschen Waldes ist Privateigentum.

Wald in Deutschland - Wald in Zahlen

Flyer zu den Ergebnissen der Bundeswaldinventur.