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Erholungsraum Wald

Wer regelmäßig in den Wald geht, ist dabei nicht allein. Zwei Drittel der Deutschen, rund 55 Millionen Menschen, besuchen ihn mindestens einmal jährlich, die Hälfte der Deutschen sogar alle 14 Tage oder öfter. Hier suchen und finden sie vor allem Naturerlerleben, Erholung und Entspannung.

Foto: I. Arndt

Der Wald: Erholungsraum für Millionen

Warum ist der Waldbesuch so beliebt? Deutschland ist mit 226 Einwohner pro Quadratkilometer eines der am dichtesten besiedelten Länder Europas. Rund 74 Prozent der Deutschen leben inzwischen in Städten. Entsprechend hoch ist bei vielen das Bedürfnis nach Naturerleben und dem Wunsch, sich ohne Mauern, Zäune und vorgegebene Bürgersteige frei bewegen zu können.

Betreten gestattet!

Aus diesem Grund ist das Betreten des Waldes zur Erholung ausdrücklich gestattet, egal, wem der Wald gehört (§ 14 Bundeswaldgesetz). Der Wald ist daher beliebt bei vielen sportlichen Aktivitäten wie Laufen, Wandern, Radfahren oder Reiten. Doch der Wunsch nach Freiheit und Bewegung ist nicht der einzige Grund für einen Waldbesuch: Wer in den Wald geht, genießt die Stille, die Natur, die frische Luft. Hier kann man für sich sein und den Wald auf sich wirken lassen.  

Heilsames Waldklima – Grün beruhigt die Nerven!

Auch das Waldklima wirkt positiv auf den Organismus: Denn im Wald entwickelt sich ein ganz eigenes Klima: das Waldinnenklima. Gegenüber dem Klima in der freien Landschaft ist es im Wald kühler, das Kronendach schützt vor Sonneneinstrahlung, auch die Verdunstung der Bäume kühlt und sorgt für eine hohe Luftfeuchtigkeit. So verdunsten die Blätter einer großen Eiche pro Sommertag etwa 200 Liter Wasser. Außerdem bremsen die Bäume den Wind und filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft. Wälder sind nicht nur einer der wichtigsten Sauerstoffproduzenten der Erde. Neben Sauerstoff geben die Bäume auch ätherische Öle und Duftstoffe ab. Dabei handelt es sich um sogenannte Phytonzide, mit denen sie sich gegen Baumkrankheiten und Schaderreger schützen. Diese Pflanzenwirkstoffe wirken bei uns Menschen ausgleichend und gesundheitsfördernd; in der Naturheilkunde und auch im biologisch-dynamischen Landbau werden sie systematisch eingesetzt. Seit langem wird die gesundheitsfördernde Wirkung der sauberen Waldluft auch medizinisch genutzt, zum Beispiel für Kuren. Der Spaziergang im Wald kommt daher nicht aus der Mode. 

In der Farbpsychologie steht das sommerliche Grün der Blätter für Harmonie; Grün gilt als Symbolfarbe des Lebens. Es soll die Nerven beruhigen, den Blutdruck regulieren, das Immunsystem stärken und dabei helfen, Stress und psychische Belastungen abzubauen.

Durchgehend geöffnet: Naturerleben, Erholung und neue Attraktionen im Wald!

Außerdem: Der Wald steht bei den meisten sozusagen direkt vor der eigenen Haustür. Der Treffpunkt Wald Veranstaltungskalender bietet Neues und Bewährtes rund um Naturerleben, Erholung und Entspannung im Wald in Ihrer Nähe. Ob kleiner Entdecker, Naturfreund, Wanderer, Abenteuerfan, Pferdenarr, Kulturliebhaber oder Gourmet – lassen Sie sich von der überraschenden Vielfalt an Möglichkeiten, die Ihnen unsere Partner bieten, inspirieren. In den letzten Jahren sind viele neue attraktive Angebote hinzugekommen: Neben Waldlehrpfaden und Wildgehegen finden Sie nun auch Hochseilgärten, Kletterwälder und Baumkronenpfade, Mountainbiking, Geocaching und vieles andere mehr.  Für Sie passende Veranstaltungen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Zu Gast im Wald – Regeln für den Waldbesuch

Der Wald ist für alle da. Auch der private Waldbesitzer muss – bis auf wenige genehmigungspflichtige Ausnahmen – das Betreten seines Waldes zu Erholungszwecken dulden. Damit aber die Eigentümerinteressen gewahrt, der Wald erhalten bleibt und seine Bewohner nicht gestört werden, gibt es Regeln. Beim Waldbesuch gilt also zunächst: Lärm vermeiden, Hunde anleinen und bei Sport und Spiel auf den Wegen bleiben, um die Waldtiere nicht in Stress zu versetzen. Außerdem: kein Feuer machen. Auch wenn es noch so verlockend ist, im Sommer kann jeder Funke, jede Zigarettenkippe verheerende Brände auslösen. Respekt vor der Natur ist ebenso wichtig. Also keine Bäume oder andere Pflanzen zerstören und beschädigen. Als Spazierstock reicht ein bereits abgestorbener Ast vom Waldboden aus. Und: Müll mitnehmen. Eine Plastikflasche braucht mehrere hundert Jahre zum Verrotten und wird damit älter als die meisten Bäume des Waldes. Und kann, wie auch anderer Müll, zur Todesfalle für Tiere werden.