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Die Waldameise (Formica rufa)

Waldameise mit Bau

Steckbrief

Lebensalter: ca. 3 Jahre, Königinnen bis 15 Jahre
Größe: 4 bis 9 mm, Königinnen 9 bis 11 mm
Lebensraum: bevorzugt sonnige Waldränder
Vorkommen: deutschlandweit


In Sachen Organisation macht ihnen niemand etwas vor: Bis zu zwei Millionen Waldameisen leben zusammen in einem Hügel, straff organisiert in einem arbeitsteiligen System. Wächterinnen kontrollieren die Zugänge, Putzfrauen entsorgen den Müll, Brutpflegerinnen hegen die Larven. Zentrum des Staats ist die Königin. Bis zu 300 Eier legt sie pro Tag. Und die Männchen? Die leben nur für den einen Moment, wenn sie im Mai mit den Jungköniginnen zum Hochzeitsflug ausschwärmen. Danach ist ihr kurzes Leben vorbei. Für das ökologische Gleichgewicht im Wald sind Ameisen unersetzlich: Sie verteilen Samen, vertilgen Schädlinge (bis zu 100.000 erlegt ein Volk pro Tag) – und sind selbst Nahrungsgrundlage für viele Vögel und Insekten.

Hände weg von Ameisenhügeln!

Die Nester der Waldameise sind kleine Kunstwerke. Bis zu zwei Meter ragen die aus Nadeln, Holzstückchen und Harzklumpen zusammengetragenen Hügel in die Höhe. Unter der Erde setzt sich das Nest fort, in der Regel ist es mindestens so tief wie hoch. Wer einen Stock in dieses Gebilde bohrt, gefährdet das gesamte Ameisenvolk. Brutkammern und Vorratslager werden zerstört, Feuchtigkeit und Kälte dringen ein. Einen Ameisenhügel zu zerstören, ist nicht nur dumm. Es ist verboten. Denn Waldameisen und ihre Nester stehen unter Naturschutz.