Springen Sie direkt zu

MENU
S

Logo des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

Logo des Waldkulturerbes

Pfadnavigation

Inhalt

Holz - Rohstoff und Energieträger mit bester (Öko-) Bilanz

Holz aus nachhaltiger Produktion ist ein moderner, zukunftsfähiger Werkstoff und Energieträger, der den aktuellen Anforderungen des Umweltschutzes, des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit in hervorragender Weise entspricht. Entscheidende Voraussetzung dafür ist, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.

Foto: S. Müller

Besondere ökologische Vorzüge von Holz als Rohstoff und Energieträger:

  • Die Holzproduktion im Wald erfordert keine künstliche Energiezufuhr: Sonnenenergie treibt das Wachstum der Wälder an; mit Hilfe der Photosynthese erzeugen die Bäume aus Kohlendioxid und Wasser die zum Pflanzenwachstum benötigten energiereichen Substanzen.
  • Die Holzproduktion im Wald erzeugt keine Abgase, im Gegenteil: Wälder erzeugen bei der Holzproduktion den lebenswichtigen Sauerstoff.
  • Bei der Holzproduktion im Wald fällt kein Giftmüll an: Pflanzenabfälle wie Herbstlaub oder Erntereste (z. B. Zweige und Rinde) werden von der Natur recycelt und wieder in den Nährstoffkreislauf eingespeist. Dies gilt auch für verarbeitetes Holz und Holzwerkstoffe: Sie können leicht in den Stoffkreislauf bzw. in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden.
  • Die nachhaltige Forstwirtschaft ist naturfreundlich: Sie verzichtet weitgehend auf Bodenbearbeitung, Düngung und Biozide. Meist werden in einem Turnus von 5 – 15 Jahren jeweils nur einige Bäume entnommen. Die Bewirtschaftung ist daher – im Vergleich zu nahezu allen anderen Landnutzungen – besonders extensiv und naturverträglich.
  • Holz hat als Werkstoff besondere Vorteile: Es lässt sich energiesparend erzeugen und verarbeiten, geringes Gewicht und kurze Transportwege tragen zu einer günstigen Energiebilanz bei. Nicht zuletzt bietet Holz einen hohen Wärmeschutz und hilft, Heizkosten zu sparen.
  • Holz kann auch mehrfach recycelt werden und am Ende sogar über die Verbrennung energetisch verwertet werden (Kaskadennutzung). 
  • Nachhaltig bewirtschaftete Wälder bleiben dauerhaft aktive CO2-Speicher: Jeder Baum entzieht im Laufe seines Lebens der Atmosphäre große Mengen des Treibhausgases CO2. Durch die Nutzung wird das Holz entnommen und Platz für junge Bäume geschaffen. So bindet der stetige Holzzuwachs Kohlenstoff. Die Kohlenstoffbindung ist umso größer, je produktiver und wachstumsstärker die Wälder sind. Die Holznutzung und anschließende Verarbeitung zu höherwertigen Produkten legt Kohlendioxid dauerhaft fest oder ersetzt durch die energetische Nutzung fossile Energieträger.
  • Auch die Holzprodukte aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: Die Nutzung von Holz als Bau- und Werkstoff verlängert die Speicherwirkung. Wenn Holz fossile Rohstoffe und Energieträger substituiert, trägt es so zusätzlich zum Schutz des Klimas und zur Verminderung der Treibhausgasemissionen in Deutschland bei.
  • Die Verarbeitung von nachhaltig erzeugtem Holz aus der Region sichert Arbeitsplätze im ländlichen Raum.

Auch die energetische Holznutzung hat ökologische Vorzüge: Die Verbrennung von Holz ist eine chemische Reaktion, bei der das Holz unter optimalen Bedingungen vollständig zu Kohlendioxid (CO2) und Asche verbrennt. Dabei entspricht das freiwerdende CO2 derjenigen Menge, die der Baum während seines Wachstums aus der Atmosphäre entnommen und gebunden hat. Bei optimalen Ausbrandbedingungen verbrennt Holz aus nachhaltiger Nutzung daher nahezu klimaneutral. Insgesamt werden in Deutschland durch die energetische Nutzung von Holz anstelle fossiler Energieträger jährlich Emissionen von 30 Mio. Tonnen CO2 eingespart.

 

Und nicht zuletzt: Der Holzverkauf erhält den Wald und eine nachhaltige Forstwirtschaft

Der Holzverkauf ist die wirtschaftliche Existenzgrundlage für eine nachhaltige Forstwirtschaft und eine unverzichtbare Voraussetzung dafür, dass Waldbesitzer in die Entwicklung der Wälder investieren. Denn es dauert viele Jahre, bis ein Baum groß genug ist, dass aus seinem Stamm Balken, Bretter und andere Holzerzeugnisse hergestellt werden können. Investitionen in den Wald sind daher langfristig und zahlen sich oft erst für die übernächste Generation aus.

Über 90 % des Umsatzes eines Forstbetriebes wird durch den Verkauf des erzeugten Holzes erwirtschaftet. Andere Walderzeugnisse wie z. B. Schmuckreisig, forstliches Saatgut, Wild­fleisch, Waldpilze und Beeren spielen bei der Mehrzahl der Forstbetriebe dagegen wirtschaft­lich kaum eine Rolle.

Mit dem Holzverkauf leistet die Forstwirtschaft aber auch einen maßgeblichen Beitrag zur Erhaltung der ländlichen Räume: Denn sie schafft nicht nur Einkommen für Waldbesitzer, Waldarbeiter und Forstleute. Nachhaltig erzeugtes Holz ist die unverzichtbare Rohstoffgrundlage für unsere Holzwirtschaft, für Wertschöpfung und Beschäftigung in unseren länd­lichen Räumen. Das Cluster Forst und Holz bietet in Deutschland für über 1,2 Mio. Menschen Arbeit und Einkommen.